Weihnachten in Frankreich
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 22. Februar 2010 um 19:34 Uhr Freitag, den 13. November 2009 um 08:24 Uhr
Die meisten Menschen denken, daß Weihnachten in Frankreich sich nicht von dem deutschen Weihnachten abhebt. Dies ist jedoch ein großer Fehler, denn sowohl in der Weihnachtsvorbereitung als auch im eigentlichen Fest sind große Unterschiede festzustellen.
Früher lieferte der Saint Nicholas, wie bei uns der Nikolaus, am 6. Dezember die Geschenke ab. Doch dieser Tradition des zusätzlichen Schenkens wird in Frankreich schon seit Jahren nicht mehr nachgegangen. Die Geschenke bringt den französischen Kindern heutzutage der Pere Noel. Dieses Geschenkritual geschieht nicht wie bei uns am 24. Dezember, sondern der Pere Noel bringt seine Geschenke geheimnisvoll durch den Schornstein in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember. Dieser Kollege des Weihnachtsmannes legt wie unser Nikolaus die Geschenke in die bereitgestellten Schuhe vor dem Ofen.
Der heilige Abend erscheint den meisten nicht als heilig, da er als ein ganz normaler Arbeitstag gilt, aber trotzdem mit einem schillernden Essen und Tänzen ausklingt. Die Zimmer werden zu Weihnachten immer außergewöhnlich dekoriert, so daß sie die Weihnachtsstimmung noch mehr anheben. Die ganze Familie ist daran beteiligt, die Räume mit selbstgemachten Basteleien, Früchten und Blumen zu dekorieren. Auch der Weihnachtsbaum gehört zum Weihnachtsfest. In Frankreich wird er meistens mit Süßigkeiten, Spielwaren oder Früchten geschmückt.

Das festliche Weihnachten beginnt erst am 25.Dezember. Nun werden erstmals die Geschenke ausgepackt, bevor es zu den traditionellen Gerichten übergeht. Der „Fois Gras“ (Gänsetopfleber) und der „Buche der Noel“ (Buttercremetorte in Form eines abgesägten Baumstammes) sind nur zwei der unzähligen und berühmten Gerichte. Durch das ausgiebige Essen und andere Aktivitäten bleibt die Familie wenigsten über Weihnachten zusammen.


